Das Kloster in Hirsau

Geschichtliches

Die Anfänge klösterlichen Lebens in Hirsau waren bescheiden: das kleine Kloster St. Aurelius wurde um 830 im bis dahin noch weithin unbewohnten Nahgoldtal gegründet. Einige Zeit später verfiel es. Auf Befehl des Papstes Leo IX. wurde St. Aurelius im Jahr 1059 neu errichtet. Unter Abt Wilhelm nahmen Bedeutung und Anziehungskraft so schnell zu, dass noch vor Fertigstellung von St. Aurelius ein neues, größeres Kloster gebaut wurde: das Kloster St. Peter und Paul.

 

Abt Wilhelm entwickelte in seinem Kloster die Reformen der französischen Abtei in Cluny weiter. In dieser trat er für eine strengere Auslegung der Benediktsregel ein. Die Reformen von Abt Wilhelm entfalteten eine große Wirkung. Von Hirsau ausgehend wurden über 120 Klöster im deutschsprachigen Raum reformiert. In der Zeit der Reformation wurde das Kloster aufgehoben und in eine evangelische Klosterschule verwandelt.

 

In Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges steckten 1692 französische Truppen die Gebäude des ehemaligen Klosters in Brand und zerstörten damit nahezu die gesamte Klosteranlage.